Ort: Europa-Institut, Seminarraum 00.022
Seit 2022 hat das Interesse der westlichen historischen Forschung an der Kaukasusregion deutlich zugenommen. Bisher ist die Kaukasusforschung jedoch nur schwach institutionalisiert und es bedarf geeigneter Formate, um die auf die Region spezialisierten Forschenden stärker miteinander zu vernetzen. Der geplante Workshop wird dazu einen Beitrag leisten und international renommierte Vertreter:innen der Kaukasusforschung mit Nachwuchswissenschaftler:innen zusammenbringen, die an Projekten zur Geschichte der Region arbeiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie «Modernisierung» im Kaukasus des 19. und 20. Jahrhunderts von politischen Eliten und der lokalen Bevölkerung imaginiert und erlebt wurde, womit sich der Workshop an einer Debatte über die Bedeutung des Konzepts «Modernisierung» für die Imperienforschung beteiligt. Die Teilnehmenden werden Diskurse und Praktiken der «Modernisierung» in Bereichen von der Politik-, Wirtschafts- und Infrastrukturgeschichte bis zur Umwelt- und Kulturgeschichte erörtern und diskutieren, inwiefern als «Modernisierung» interpretierte historische Prozesse ein Effekt imperialer Herrschaft, aber auch eine Herausforderung für ihren Bestand waren.
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