Was geschieht mit Erinnerung dort, wo Archive fehlen, manipuliert werden oder bewusst zum Schweigen gebracht sind?
Dieser Frage gehen die Studierenden auf der Exkursion zum Seminar Archiv, Dokument, Reenactment. Literatur und Kunst als alternatives Gedächtnis nach.
Das Seminar untersucht Literatur, Theater und Kunst aus dem (post-)jugoslawischen Raum als Formen alternativen Gedächtnisses – und zugleich als Praktiken, die das Archiv selbst befragen, erweitern und transformieren. Statt klassischer Referate entwickeln die Studierenden ein eigenes kleines Archiv und arbeiten projektbasiert an konkreten künstlerischen, literarischen und dokumentarischen Fallstudien. Die Exkursion nach Zagreb, Belgrad und Pristina im Anschluss an das Seminar ermöglicht direkte Begegnungen mit Archiven, Künstler:innen und Initiativen vor Ort und macht sichtbar, wie künstlerische Gedächtnisarbeit Archive nicht nur ergänzt, sondern als soziale, räumliche und politische Praxis neu konfiguriert.
Voraussetzungen: Teilnahme am Seminar und abgeschlossene Proseminarstufe. Sprachkenntnisse sind willkommen, aber nicht zwingend erforderlich.
Einführung: Do, 19.02., 16-18 Uhr oder Fr, 20.2. 10-12 Uhr (einen auswählen).
Reguläre Sitzungen, jeweils 16-18 Uhr: 09.03. / 23.03./ 20.04./ 04.05./ 18.05.
Exkursion: 8.6.-14.6.2026.
Kontakt: ADAM / Anna.Hodel@unibas.ch
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